Provinz Trapani

Trapani Sizilien - Traumhafte Strände & arabischer Einfluss

Idyllische Badebuchten, feinsandige weiße und goldene Strände vor einer hügeligen Landschaft, die zum Wandern einlädt, lassen in der Provinz Trapani, im äußersten Westen Siziliens gelegen, keine Urlaubswünsche offen. Die gleichnamigen Hauptstadt mit ihren rund 70.000 Einwohner liegt auf einer sichelförmigen Landzunge, die ins Meer ragt. Von ihr leitet sich auch der Name her. Trapani stammt vom griechischen Drepanon und bedeutet „Mondsichel“. Vom Hafen aus legen mehrmals täglich Fähren zu den Ägadischen Inseln Levanzo, Favignana und Marettimo sowie nach Tunis ab. In der Provinz Trapani mit seinen 24 Gemeinden befinden sich einige der traumhaftesten Strände Siziliens wie San Vito lo Capo, Macari, Scopello oder Castellammare del Golfo. Aus historischer Sicht ist die als arabischste Provinz Siziliens geltende Region besonders interessant. Auf der den Salinen vorgelagerten Insel Mozia befinden sich Überreste der einer der wichtigsten punisch-phönizischen Städte Siziliens. Selinute zählt mit der Tempelanlage und der antike Stadt am Meer zu den größten Ausgrabungsstätte in ganz Europa. Die Tempelanlage von Segesta, die von den Elymern erbaut wurde, gilt als eine der besten erhaltensten der Welt. Zu sehen sind ein dorischer Tempel, ein griechisches Theater, in dem in den Sommermonaten Aufführungen und Musikkonzerte von Klassik bis Pop stattfinden. Besondere Beachtung verdienen neben Trapani auch die Städte Marsala, Erice, Mazara del Vallo, Castelvetrano, Castellamare del Golfo und das Dorf Scopello.

Unsere Empfehlungen für Sie

in der Provinz Trapani

Die Provinz Trapani ist bekannt für ihre zahlreichen Traumstände. Aber es gibt noch weit mehr zu entdecken. Wir wollen Ihnen hier einen kleinen persönlichen Reiseführer bieten. Ob Sie kulinarische Köstlichkeiten genießen möchten oder Kultur- und Freizeitaktivitäten suchen. Bei uns finden Sie zu jedem Thema eine Auswahl interessanter Tipps für die Region Trapani. Zudem stellen wir Ihnen Orte vor, die unserer Meinung einen Abstecher lohnen.

· STRÄNDE

Strände in Trapani

Farbenspiel in Blautönen

Fast 1000 Kilometer Küste mit einem Meer, das von türkisblau bis smaragdgrün die Augen kitzelt, laden von März bis November zum Baden ein. Und für fast alle sizilianischen Strände, egal ob Sand-, Stein- oder Kieselstrand gilt: In den Sommermonaten findet man alles, was das Herz von Wasserratten und Sonnenanbetern begehrt. Für die Italiener reicht die Sommersaison allerdings lediglich von Juli bis August. Entsprechend voll geht es an den Stränden zu. Danach nimmt die touristischen Infrastruktur deutlich ab, dafür ist man aber fast alleine an den schönen Stränden. Was nicht heißt, dass die Wassertemperatur dem Badespaß einen Riegel vorschiebt. Ein Beispiel: In 2012 hatte das Wasser in der Region Trapani Anfang November noch 23 Grad.

Castellammare del Golfo

Stadtstrand am Piazza Petrolo
Der kleine feine Sandstrand mitten im historischen Zentrum von Castellammare liegt unterhalb des Piazza Petrolo und ist mehr etwas für das Badevergnügen in den Sommermonaten. Er liegt direkt an der steilen Mauer und man muss einige steile Treppen runter und später auch wieder hoch. Im Sommer werden dort Liegen und Sonnenschirme vermietet und es gibt eine Bar.

Playa di Castellammare
Der Golf von Castellamare mit seinem schönen feinen, goldenen Sand und türkisfarbenen klaren Wasser eignet sich hervorragend zum Familienurlaub, da es flach ins Wasser geht.  Der breite Strand erstreckt sich bis nach Alcamo Marina. An einigen Abschnitten kann man Liegen und Sonnenschirme mieten. Am Lungomare findet man eine gute Infrastruktur. Restaurants, Bars und Cafés sowie Sommeraktivitäten wie Surfen, Segeln, Tauchen aber auch ein Spielplatz für Kinder und ein Beachvolleyballfeld runden das Angebot ab. Die Saison startet hier Mitte Juni, in den Monaten Juli und August ist es recht voll, aber im Vergleich zu anderen Küstenorten erträglich. Im März, April, Mai, September, Oktober und November hat man den Strand fast für sich alleine.

Die Buchten entlang der Küste

Die Küste zwischen Castellammare und dem Naturschutzgebiet Riserva dello Zingaro gilt als eine der schönsten Siziliens. Unzählige Buchten wie die Cala Bianca, Cala Rossa, Fossa dello Stinco, Cala Vruca oder Cala Alberelli laden zu einem Badestopp, einer Schnorcheltour oder einem Tauchgang ein. Einige sind auch zu Fuß zu erreichen, aber auf einer Bootstour erschließt sich die Küste mit ihrem kristallklares Wasser in den verschiedensten Blautönen und den vielen Grotten noch einmal ganz anders.  Einen Bootsführerschein braucht man für die mit 40 PS-Motoren ausgestatteten Boote, die man a Hafen von Castellammare mieten kann nicht. Die Preise schwanken pro Tag zwischen  80 und 150 Euro je nach Saison auch Halbtagsmiete sind möglich.

Scopello

Guidoloca
Der kleine, in einer wunderschönen Bucht gelegenen Kieselstrand Baia di Guidaloca ist bei den Einheimischen sehr beliebt. Er verfügt in den Sommermonaten über eine gute touristische Infrastruktur mit Liegen, Sonnenschirmen, Tretbooten und Bars. Im Sommer ist auch der große Parkplatz gegen Gebühr geöffnet. Außerhalb der Saison geht es beschaulich zu und man kann direkt am Strand parken. Das Wasser ist dank der Steine extrem klar und reicht von smaragdgrün bis türkisblau.

Tonnara di Scopello
An der Tonnara, die im Privatbesitz ist, kann man gegen Einritt von etwa 3,50 Euro ebenfalls am Wasser liegen. Allerdings auf Beton. Die Bucht ist geschützt und wird gerne von Ausflugsbooten oder anderen Bootsbesitzern angesteuert, wegen der wunderschönen Kulisse mit den Faraglioni. Im Sommer ist es hier immer ziemlich voll. Hier wurden bereits mehrere Filme gedreht, wie Commissario Montalbano, Ocean's Twelve oder Werbespots wie vom Handytarif-Anbieter Wind oder der italienischen Variate der Fischstäbchen Werbung Findus und viele mehr. Wer mit dem Auto kommt, kann dieses auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz oberhalb der Tonnara abstellen.

 

Cala dell'Uvo

Die Cala dell'Uvo liegt unterhalb einer geschlossenen Ferienhausanlage und steht eigentlich nur für die Anwohner zur Verfügung. Sie liegt zwischen der Tonnara di Scopello und dem Naturschautzgebiet lo Zingaro. In der Hochsaison kommt man nur zu Fuß an den Kieselstrand, da die Zufahrt per Schlagbaum abgesperrt ist. Doch der etwa 800 Meter lange Weg lohnt sich. Die Bucht ist idyllisch, in der Regel nicht so überlaufen und eingebettet in Felsen und Bäumen. Badeschuhe sollte man unbedingt mitnehmen, denn es handelt sich um einen Kieselstrand. Eine Strandbar gibt es nicht. Man sollte sich von daher ausreichend Verpflegung mitnehmen.  

Cala Mazzo di Sciacca
Der kleine in einer geschützten Bucht gelegene Kieselstrand, eingerahmt von Felsen, ist der letzte Strand vor dem Naturschutzgebiet Riserva dello Zingaro, der noch mit dem Auto anfahrbar ist. In den Sommermonaten, von Mai bis Oktober, wird eine Parkgebühr erhoben. Dafür steht man aber direkt am Strand. Das kristallklare, türkisfarbene Wasser ist mit Felsen durchzogen und von daher zum Schnorcheln sehr interessant. An einem kleinen Kiosk kann man in den Sommermonaten nicht nur Getränke und kleine Snacks bekommen, sondern auch Sonnenschirme, Liegen und Tretboote mieten. Badeschuhe sind hier sinnvoll. 

Naturschutzgebiet Lo Zingaro

Cala della Capreria

Die Buchten im Naturschutzgebiet Lo Zingaro sind die Perlen unter den Stränden. Sieben Kilometer intakte Natur zwischen Scopello und San Vito lo Capo erwarten den Besucher. Wer zu Fuß geht braucht vom Eingang bis zur ersten tollen Bucht, der Cala della Capreria etwa 30 Minuten. Man sollte sich unbedingt Wasser, etwas zu essen und Sonnenschutzmittel mitnehmen. Denn im Zingaro gibt es nichts außer Natur pur. Leichter ist es natürlich die Buchten mit dem Boot entweder von Castellammare oder San Vito lo Capo aus anzusteuern. Auch wer keinen Boots-Führerschein besitzt, darf aufs Meer hinaus – zumindest mit Motorbooten bis 40 PS. Die Cala della Capreia liegt gleich hinter dem Museo Naturalistico (Naturkundemuseum). Natürlich ist es hier im August auch voll. Aber in den anderen Monaten ist es schon sehr viel entspannter. Je weiter man im Zingaro wandert, umso leerer natürlich auch die Buchten wie die folgenden Cala della Disa oder Zingaro, Cala Beretta, Cala Marinella, Cala Torre dell'Uzzo und am Ende Tonnarella dell'Uzzo.

 

San Vito Lo Capo

Strand von San Vito Lo Capo
Der weiße Strand von San Vito Lo Capo gilt als einer der schönsten auf Sizilien und wird oft mit denen in der Karibik verglichen. Eingerahmt vom Monte Cofano auf der einen und dem Leuchtturm auf der anderen Seite, leuchtet das flach abfallende Meer in den schönsten Blautönen. Entlang des breiten Sandstrandes gibt es eine gute touristische Infrastruktur, die auch noch außerhalb der italienischen Sommersaison funktioniert. Im Jahre 2002 wurde der Strand sogar mit der Bandiera Azzura, der Blauen Flagge, für seine Strandqualität ausgezeichnet. Am Strand direkt gibt es keinen Parkplätze, so dass man einen Fußweg von mindestens 300 Metern einkalkulieren muss. San Vito Lo Capo ist in den letzten Jahren auch durch sein internationales Cous Cous-Fest, das jedes Jahr im September stattfindet sehr bekannt geworden.

Alcamo Marina

Strand von Alcamo Marina
Der Strand von Alcamo Marina liegt vor der Bahnstrecke von Castellammare del Golfo nach Palermo. Die Züge fahren aber eher selten. Der Strand ist schön breit und goldfarben. Die Bauten dahinter sind allerdings schon in die Jahre gekommen und außerhalb der Saison wohnt hier kaum jemand und von daher wirkt es eher trostlos.

Lido Greg

Strand von Lido Greg
Der Lido Greg ist ein wunderschöner weißer Sandstrand zwischen Alcamo Marina und Balestrate Contrada Calatubo. Auch hier gilt, in den Sommermonaten verfügt der Strand über eine gutes touristisches Angebot, in der Nebensaison geht es hier schön ruhig zu. Der Strand ist auch sehr beliebt bei Homosexuellen.  Man fährt auf der Küstenstraße von Castellammare del Golfo nach Balestrate bis links das etwas schwer zu entdeckende Schild Lido Greg kommt. Dann fährt man einfach soweit man darf, stellt das Auto ab und geht unter einer kleinen etwas schmudellig wirkenden Bahnunterführung durch. Der Lohn für den Weg ist ein traumhafter Strand, der auch im Sommer ruhiger ist als woanders.

Marausa

Lido di Marausa
Der Lido di Marausa in einer drei Kilometer langen Bucht gelegen, ist quasi der Hausstrand von Trapani. Nur 9 Kilometer entfernt kann man am Horizont Trapani, Erice und die Ägadischen Inseln sehen. Der schöne weiße Sandstrand ist sehr breit und beliebt bei Familien, weil es flach ins Wasser geht und Kinder viel Platz zum Spielen haben. Auf den verschiedenen Strandabschnitte gibt es Wassersport, Spielplätze, öffentliche Toiletten und Umkleidekabinen. Der größte mit einem Kilometer Länge ist der Spiaggia Tritoni. Am Spiaggia Triangolo, der in der Sommersaison bewacht ist, geht es flach ins Wasser. Man kann sogar bis an den Strand fahren. Der Spiaggia Tritoni eignet sich besonders gut zum Schnorcheln, da die Korallen nicht weit vom Ufer entfernt sind. Der Spiaggia Mulino liegt zwischen dem Tritoni und dem Triangolo und ist ebenfalls gut zum Schnorcheln. Er ist etwas ruhiger, weil man nicht direkt am Strand parken kann. Der Spiaggia Torre liegt an der Slipanlage für die Boote, ist sehr kurz und wird eher von den Einheimischen genutzt.

Marinella

Marinella di Selinunte

Neben dem schönen Sandstrand von Marinella di Selinunte, den man schon von der archäologischen Ausgrabungsstätte sehen kann, hat der kleine Fischerort sich auch sein Flair erhalten. Dort findet man direkt am Meer zahlreiche Restaurants und Bars, wo man sich nach einer Sightseeing-Tour wunderbar entspannen kann. Das Wasser ist klar und es geht flach ins Meer. Marinella di Selinunte liegt im Südosten der Provinz Trapani und ist quasi der letzte Strand vor der Provinz Agrigento.

Campobello di Mazara

Tre Fontane

Der weitläufige kilometerlange goldene Sandstrand in Tre Fontane unweit von Campobello di Mazara zeichnet sich durch seinen feinen Sand und die davor gelagerten Dünen aus. Der Strand eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern, da es flach ins Wasser hineingeht. Selbst in der Hochsaison sollte hier jeder einen Platz finden. Tre Fontane liegt im Süden und gerade eben noch in der Provinz Trapani. Ein Ausflug an den Strand lässt sich gut mit der Besichtigung von Selinunte oder den Steinbrüchen von Cusa verbinden.

 

Punta Granitola

Die Punta Granitola wird markiert durch einen Leuchtturm. Davor befinden sich mehrere kleinere steinige Buchten mit kristallklarem Wasser. Entlang dieser Buchten geht es recht idyllisch zu. Sie werden gern von Wohnmobilen frequentiert, wegen der direkten Parkmöglichkeit am Strand. In dem kleinen Ort Granitola Torreta gibt es ein paar Bars und Cafés mit Blick aufs Meer. 

 

Granitola-Torretta

Von der Punta Granitola erreicht man den kleinen Ort Granitola-Torretta. Der Ort selbst hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt. Am kleinen Fischerhafen befinden sich einige Restaurants – natürlich mit Meerblick.  Am Ende beim alten Leuchtturm, den man für einen der typischen zahlreichen Wehrtürme auf Sizilien halten könnte, befindet sich eine kleine, idyllische Badebucht. 

Macari

Die kleine Bucht

Unterhalb des Dorfes Macari gibt es neben dem Hauptstrand Santa Margherita viele wunderschöne kleine Badebuchten. Im Gegensatz zu dem bekannteren und im Sommer völlig überlaufenen San Vito lo Capo geht es hier weitaus idyllischer zu. Das Wasser ist glasklar. Während der Saison gibt es am Strand von Santa Margherita eine kleine Bude mit Eis und Getränken. Eine kleine Bimmelbahn verbindet gegen Entgeld den Hauptstrand mit den anderen Buchten, wie zum Beispiel der sogenannten Kleinen Bucht. Eingegraben in die Felslandschaft wirkt sie wie ein kleines Paradies. Von dem feinen, weißen Sandstrand geht es flach hinein ins azurblaue Wasser. Die Bucht ist vor allem für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Im Hochsommer ist man aber auch hier nicht alleine. 

 

Cala Bianca

Die kurz vor dem Eingang des Naturschutzgebietes um den Monte Cofana liegende Cala Bianca ist selbst im Sommer nicht so stark besucht wie viele andere Strände. Das liegt auch an der Entfernung vom nächsten Ort Macari. Der Strand besteht aus größeren Steinen, Badeschuhe und eine Liege sind hier ratsam. Dafür ist das Wasser aber besonders klar. Möglichkeiten der Versorgung gibt es nicht. Also sollte man ausreichend Verpflegung mitnehmen. Man kann den Aufenhalt in dieser Bucht aber auch wunderbar mit einer Wanderung unterhalb des Monte Cofanos verbinden.  

Ägadische Inseln

Favignana Cala Rossa

Auf Favignana fällt die Qual der Wahl des Strandes schwerer als anderswo. An den Blautönen, die einen in den Buchten entgegenstrahlen, kann man sich nicht satt sehen. Das Leihen eines Rades oder eines Scooters am Hafen lohnt sich, wenn man bei einem Tagesausflug einen Eindruck von der knapp 20 Quadratmeter großen Insel vor Trapani bekommen möchte. Eine der am weit entfernten Buchten ist die Cala Rossa. Der Abstieg ist steil und man liegt auf Felsen. Dafür liegt man aber selbst in der Hochsaison nicht wie Ölsardinen einer neben dem anderen. 

 

Levanzo

Die kleinste und nördlichste Insel der Ägaden misst nur knapp sechs Quadratkilometer. Im Winter wohnen hier nur 90 Menschen, im Sommer snd es etwa 200. Das Wasser schimmert hier wie auch auf Favignana besonders blau, türkis und smaragdfarbens und lädt zum Schnorcheln und Baden ein. So wie Favignana und Marettimo steht auch Levanzo unter Naturschutz. Rund um den kleinen Ortskern am Hafen gibt es diverse Bademöglichkeiten. Mit dem Tragflächenboot ist man in rund 20 Minuten von Trapani aus dort. Von daher lässt sich Levanzo auch gut innerhab eines Tagesausflugs entdecken. Besonders sehenswert ist die Grotta del Genovese mit Malereien, die 8000 bis 12.000 Jahre alt sind. Die folglich in einer zeit entstanden sind als die Insel noch mit Sizilien verbunden war.

Anprechpartner

Petra Krause &
Pina Bonadonna

Tel.  +49 (0) 431 98260781
Mobil +49 (0) 179 5943 750
Cellulare +39 349 3547 366

E-Mail: info@magisches-sizilien.de

· KULINARISCHES

Köstlichkeiten Trapanis

Kulinarische Völkerverbindung

So wie in der Kultur haben die verschiedenen Völker auch ihre Spuren in der sizilianischen Küche hinterlassen, die zur schmackhaftesten des Landes zählt. Die Griechen brachten den Sizilianern die Trauben für ihre hervorragenden Weine, Oliven und Honig. Der Hartweizen geht auf die Römer zurück. Die Normannen hinterließen Stockfisch und Rouladen. Der Reis, die exotischen Gewürze, Zitrusfrüchte, Datteln, Nüsse, Mandeln, Pistazien und Marzipan sind den Arabern zu verdanken und den Spaniern Auberginen, Paprika und die Schokoladenherstellung. Jede Region hat ihre besonderen Spezialitäten. Aber nicht nur im Süden, sondern in ganz Italien ist Essen mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Essen ist Leidenschaft, Freundschaftspflege und vor allem Kommunikation. So geht es bei Tisch laut, lang und tierisch lecker zu. Auf den Speisekarten stehen in der Regel frische und regionale Produkte. An der Küste dominiert fangfrischer Fisch wie Thun- und Schwertfisch und etwas weiter im Landesinneren Wild, Kalb, Schwein, Lamm und Rind die Küche. Schafsmilch spielt eine große Rolle für das wichtige Grundmittel Käse wie Ricotta, Cacciocavallo oder Pecorino. Was man auf einer Sizilienreise aber auf jeden Fall probieren sollte, sind die Dolci auf Mandelbasis. Sie sind immer wieder eine Sünde wert. Unter der Rubrik Kulinarisches stellen wir Ihnen auch immer wieder Restaurants, Trattorien, Bars oder Landgasthöfe vor, die einen Besuch lohnen. Eine Liste unserer persönlichen Favoriten finden sie hier: Liste Restaurants

Arabische Gaumenfreuden

Pesto Trapanese

Die für die Region Trapani typische Spezialität findet sich meist mit der dortigen Pastavariante Busiate auf der Speisekarte. Die Pesto besteht aus Tomaten, Knoblauchzehen, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer oder Peperoncino, Olivenöl; Basilikum und Mandeln. Rezepte gibt es im Internet.

Genießen in Castellammare del Golfo

I Sapori Siciliani Grill Restaurant

Das I Sapori Sicilian Grill Restaurant hat erst Mitte 2014 eröffnet und sich in kurzer Zeit einen super Ruf in Castellammare erarbeitet. Das ist auch nicht verwunderlich, denn gleich nebenan liegt die Fleischerei des gleichen Besitzers, der auch noch eigenen Kühe besitzt. Kürzer können die Wege zum Verbraucher nicht sein. Unnötig zu sagen, dass man kaum besseres Fleisch bekommt. Natürlich wird mit dem Restaurant am Ort auch eine Lücke geschlossen. Da es in Hafenstädten üblicherweise nur auf Fisch spezialisierte Restaurants gibt. Der Wirt und seine Mannschaft bemühen sich rührend um die Gäste. Wer also mal Lust auf Fleisch nach all dem Fisch hat, ist hier genau richtig. Unnötig zu sagen, dass das Fleisch vom Grill kommt. In der Vitrine können Sie sich übrigens ihr Stück aussuchen. Die Portionen der Gerichte auf der Speisenkarte sind sehr üppig. Wer allerdings des Italienischen mächtig ist, kann auch ganz genau festlegen, was er essen möchte.
Info: Via G. Saragat 25/29, Castellammare del Golfo, Tel. 0039/0924-31352

Egesta Mare
Das Egesta Mare zählt zu einer festen Größe in Castellammare und ist urgemütlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, ist hier immer richtig. Den frischen Fisch kann man sich auf Wunsch in der Vitrine auswählen. Aber auch sonst ist alles sehr schmackhaft und frisch. Die Bedienung professionell und sprachlich auf der Höhe. Englisch ist hier selbstverständlich.
Info: Via Fiume, Piazza Petrolo, Castellammare del Golfo, Tel. 0039/0924-30409

Salvinius
Das Salvinius am Hafen von Castellammare ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet eine gleichbleibende Qualität. In einer Art Wintergarten sitzt man immer mit dem freien Blick zum Hafen. Die Wasserkante ist nur einen Steinwurf entfernt. Die Bedienung ist aufmerksam und freundlich und das Essen schmackhaft. Preis-Leistungsverhältnis stimmen.
Info: Via Don Luigi Zangara 69, Castellammare del Golfo, Tel. 0039/0924-30185

Posidonia
Es gibt kaum ein Restaurant am Hafen, in dem man so gemütlich, ja eigentlich romantisch, sitzen kann und eine schöne Atmosphäre genießt wie im Ristorante Posidonia. Wirtin Graziella Casesa kümmert sich im Service um das Wohl ihrer Gäste, während ihr Mann Diego in der Küche am Wirken ist und Fangfrisches zubereitet. Natürlich spielt der Fisch zusammen mit anderem Meeresgetier die Hauptrolle. Das Essen schmeckt und die Preise sind zivil. Die frischen Busiate Posidonia sind besonders empfehlenswert. Da das Restaurant über keinen Innenraum verfügt, ist es nur von April bis Oktober geöffnet. Für unsere Gäste gibt es hier einen Rabatt von 10 Prozent. Wie erfahren Sie bei Buchung.
Info: Cala Marina 13, Castellammare del Golfo, Tel. 0924/32477

Cantina Aurelia
Die Cantina, wie die Bar bei Einheimischen schlicht heißt, ist ein Treffpunkt für Jung und Alt das ganze Jahr über. Die Jungs an der Bar sind immer freundlich und auch Besitzer Diego hilft mit. Wie der Name schon sagt, bekommt man hier eine gute Weinauswahl. Wer mal nicht groß zum Essen ausgehen will, findet hier auch leckere Kleinigkeiten. Üppig sind auch die Antipasti zur Aperitivstunde, die es aber nicht an jedem Tag gibt.
Info: Corso B. Mattarella 7-9, Castellammare del Golfo, Tel.  0039/0924-33461

Vogue Bar
Sehen und gesehen werden, heißt es in der Vogue Bar, die direkt am Hafen von Castellammare liegt. Nur zehn Meter davor legen die Fischerboote an. Hier trifft man sich mittags und abends zum Aperitif. Auch das Eis schmeckt lecker. Der Service könnte etwas aufmerksamer sein. Aber dafür gibt es viel zu gucken, dass einem nicht langweilig wird.
Info: Via Don Leonardo Zangara 61,  Castellammare del Golfo, Tel. 0039/0924-041006

Quetzal
Das Quetzal liegt oberhalb von Castellammare gleich beim Aussichtspunkt. Dank der Lage hat man einen traumhaften Blick über den Golf. Im Sommer kann man auch draußen speisen, was das Ganze noch romantischer macht. Das Essen ist solide, das Preis-Leistungsverhältnis völlig okay. Die Pizzen sind auch sehr gut, will man mal nicht richtig groß essen. Wir kommen hier immer wieder sehr gerne her. Der Service variiert leider etwas.
Info: Contrada Belvedere 53, Castellammare del Golfo, Tel. 0039/0924-191 5131

Genießen in der Umgebung von Castellammare

Scopello

Bar Nettuno im Baglio

In den letzten Jahren hat sich die Bar Nettuno vergrößert. Inzwischen bekommt man hier auch leckere Kleinigkeiten. Das Ambiente ist locker und fröhlich und man sitzt hier mit in dem alten Baglio von Scopello. Man muss auch nicht unbedingt etwas essen, sondern genießt einfach nur einen leckeren Aperitif oder ein Glas Wein aus der Region. Der Gang durchs Lokal lohnt sich, denn dahinter liegt eine Terrasse auf der leider keine Bewirtung stattfinden darf, aber der Blick über die Küste ist atemberaubend genug.
Info: Baglio Isonzo 13, Scopello, Tel. 0039/339 1211 773

 

Buseto Palizzolo

Peppe e Nino
Bei Peppe und Nino, wie das Lokal heißt, bin ich schon Stammgast. Wer das Restaurant zu sizilianischen Essenszeiten also nicht vor 21 Uhr betritt, wird schwer einen Platz finden. Denn das schlichte Restaurant mitten in Buseto Palizzolo bietet mehr als solide Hausmannskost und ist bei den Einheimischen bekannt und geschätzt. Die Pizza ist klasse, das Fleisch excellent, die Antipasti reichlich und die Pasta ein Gedicht. Aber Vorsicht, die Portionen sind groß. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls hervorragend. Trotz des Andrangs geben sich die Kellner immer Mühe im Stress freundlich zu bleiben. Unbedingt sollten Sie das Sorbetto al Limone probieren. 
Info: Via Giuseppe Fileccia 14, Buseto Palizzolo, Tel. 0039/0923-855052

 

Calatafimi

Le Gole
Le Gole in Calatafimi zählen derzeit zu meinen absoluten Lieblingslokalen in der Nähe von Castellammare, auch wenn man hier etwas tiefer, aber auch nicht zu tief in die Tasche greifen muss. In Sachen Antipasti und Fleisch habe ich bisher nichts Besseres gefunden. Der Wirt Nicoló versteht es seinen Gästen seine Küche schmackhaft zu machen. Immer hat er auch Empfehlungen außerhalb der Karte anzubieten, mal ist es sizilianischer Trüffel, mal hausgemachtes Tartar. Eigentlich kann man nach den Antipasti schon Schluss machen, da sie so zahlreich sind und natürlich super lecker. Das Fleisch ist ein Highlight und kommt aus der Gegend. Die Weinauswahl ist ebenso exzellent. Der Service ist sehr zuvorkommend. Wenn der Weg nicht so weit wäre, von Castellammare sind es zwischen 20 und 30 Minuten mit dem Auto ins Landesinnere hinein, säße ich hier wohl fast jeden Abend. Denn auch das Ambiente ist zum Wohlfühlen. Man kann hier übrigens auch einfach nur Pizza essen.
Info:  Via Francesco Lentini, 7/9, Calatafimi-Segesta, Tel. 00 39/329 107 2610

Rustic
Das Rustic ist wie der Name schon sagt rustikal, so wie man es von einem Restaurant auf dem Land erwartet. Die Pizza ist gut und genau dazu geht man hier auch hauptsächlich hin. Der Rest ist eher guter Durchschnitt. Da das Rustic gleich um die Ecke von den Terme Segestane liegt, bietet sich ein Besuch nach einem Bad dort an. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Info: Strada Statale 113, Calatafimi-Segesta. Tel. 0039/0924-530058

Mediterraneo Segesta s.p.a
Das im Bahnhof von Segesta untergebrachte Restaurant hat schon etwas Nostalgisches. Ma speist mitten in den alten Marmor-Wartesälen. Es ist jetzt nicht das super tollste Essen, aber dennoch soliden und das Ambiente witzig. Am Sonnabend wird hier immer getanzt und alle sind dabei, egal ob Jung oder Alt. Was man sich allerdings nicht entgehen lassen sollte, ist das warme innen flüssige Schoko-Törtchen. Auch die Pizzen sind hier recht gut. 
Info: Stazione Turistica di Segesta,  Calatafimi-Segesta, Tel. 0039/0924-951355

 

Casteluzzo

Baglio Curtosa
Es gibt viele dieser ländlichen Restaurants und die meisten sind sehr gut. Das Baglio Curtosa macht da keine Ausnahme. Gut zu finden ist es auch - der Weg zum Baglio geht direkt von der Landstraße zwischen Castellammare und San  Vito lo Capo ab. Hervorheben muss man die Antipasti. Eine Portion reicht schon als volles Essen. In der Regel sind die fast überall auf Sizilien spitze und nicht mit dem zu vergleichen, was man in Deutschland beim Italiener bekommt, Wer einmal auf Sizilien welche gegessen hat, wird in Deutschland nie wieder welche bestellen. Im Baglion Curtosa habe ich bisher mit die besten Vorspeisen gegessen, die ich bisher auf Sizilien gekostet habe und das waren einige. Das Ambiente ist rustikal gemütlich und wer kein italienisch kann, wird sich freuen, dass der Chef perfekt Deutsch spricht.
Info: Contrada Lentina SS 187 Km 17, Custonaci, Tel. 0039/329 974 5996.

 

Salemi

Ardigna
Einst ein Geheimtipp gut versteckt im Landesinneren und nur über eine Holperstraße zu erreichen, ist das Ardigna inzwischen oft überlaufen. Dennoch ist es immer noch einen kulinarischen Abstecher wert. Den weiten Weg dorthin nimmt jeder gerne auf sich, denn er weiß, dass er dort gut und verhältnismäßig günstig essen kann. Die Antipasti sind hier wie fast überall auf dem Land ausgezeichnet, gehören aber mit 12 Euro schon zur oberen Preisklasse. Das Fleisch vom Grill ist köstlich. Nur der Service kōnnte manchmal etwas freundlicher sein.
Info: C/da Ardigna, Salemi, Tel. 0039/368 7223269

 

Custonaci

Il Cortile
Im Il Cortile, also im Hof, kann man wirklich im Hof sitzen sobald das Wetter es zulässt. Drinnen eher ein ganz normales Restaurant sollte man hier einkehren, wenn es warm genug ist zum Draußen sitzen. Denn das macht den Reiz  dieses Restaurants aus. Ansonsten ist die Küche gute sizilianische Hausmannskost, die absolut okay ist. Die Preise sind etwas höher als bei vergleichbaren Häusern.
Info: Via Scurati 67, Custonaci, Tel. 0039/0923-971750

 

Ballata

U Pittusu
Der Weg ins Landesinnere lohnt sich auf Sizilien immer. Abgesehen von den Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche gute Restaurants mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Das gilt auch fürs U Pittusu was auf sizilianisch das Loch meint. Allerdings ist dies gar kein Loch sondern eine urgemütliche Bar mit Restaurant. Im Sommer kann man auch draußen im großen Garten essen. Die Antipasti kommen zum selber holen vom Buffet für sagenhafte 7 Euro. Hoffentlich wird es noch lange solche Gastronomie auf Sizilien geben Slow Food statt fast Food ist hier noch selbstverständlich und muss nicht als neueste In-Bewegung ins Leben gerufen werden.
Info: Via Vincenzo Fazio, 48, Ballata, Tel. 0039/0923-575412

Genießen in Trapani

Al Viccoletto

Dieses kleine Restaurant im historischen Zentrum von Trapani ist schwer zu finden. Der junge Wirt und sein Kompagnon der Koch geben sich viel Mühe die trapanesische Küche den Gästen mal etwas anders zu präsentieren. Ohne Reservierung bekommt man hier selten einen Platz. Es sei dann man kommt vor den Italienern gegen 19 Uhr. Die Meeresfrüchte frisch und das Preis-Leistungsverhältnis absolut in Ordnung. Neben dem tollen Essen sei auch der freundliche Service hervorgehoben. Einziger Mangel: Es gibt keine Außenplätze.
Info: Via Biscottai 6, Trapani, Tel. 0039/320 810 3689

Antichi Sapori
Hier essen viele Einheimische, was immer ein gutes Zeichen ist. Ohne Tischbestellung ist zu den italienischen Abendessenszeiten kaum ein Tisch frei. Natürlich ist hier Seafood angesagt und es gibt auch immer etwas außerhalb der Karte. Meist empfiehlt der Chef selber.  Es ist sicherlich nicht ganz billig, aber die Meeresfrüchte waren lecker wie auch die Pasta. Im Sommer kann man auch auf der kleinen Piazza draußen sitzen.
Info: Corso Vittorio Emanuele 191,  Trapani, Tel. 0039/0923-22866

Weinseliger Abstecher

Führung durch die Cantine Florio

Wer nach Marsala fährt, sollte nicht vergessen, die Cantine Florio, einer der historischen Kellereien, einen Besuch abzustatten. Dort trifft man auf äußerst gut vorbereitete Führer, die einem gegen 10 Euro Eintritt nicht nur viel über die Geschichte der Familie Florio, sondern natürlich auch viel über die Herstellung des berühmten Marsalas, erzählen. Beim Gang vorbei an den riesigen Fässern, wo noch Riserva aus dem 19. Jahrhundert lagert, in Kombination mit einer didaktisch gut aufbereiteten einstündigen Führung kommt man dem Marsala nicht nur physisch näher. Zum Abschluss kann man drei verschiedene Typen (süß, mittel, trocken) verkosten und später natürlich im Shop auch kaufen.


Infos

Via Vincenzo Florio, 1, 91025 Marsala, Tel. +39 0923 781111. Eintritt 10 Euro, Kinder kostenlos (ohne Degustation). Führungen: Von November bis März nur um 15.30 Uhr; von April bis Oktober, montags bis freitags, um 11 und 15.30 Uhr. Von Juli bis September ist eine Anmeldung erforderlich. Für größere Gruppen werden auch extra Führungen angeboten. Die Führung ist auf Italienisch, englisch und spanisch möglich.

· KULTUR

Kulturelle Vielfalt in Trapani

Aus historischer Sicht ist die als arabischste Provinz Siziliens geltende Region besonders interessant. Auf der den Salinen vorgelagerten Insel Mozia befinden sich Überreste einer der wichtigsten punisch-phönizischen Städte Siziliens. Selinute zählt mit der Tempelanlage und der antiken Stadt am Meer zu den größten Ausgrabungsstätten in ganz Europa. Die Tempelanlage von Segesta, die von den Elymern erbaut wurde, gilt als eine der besterhaltensten der Welt. Zu sehen sind ein dorischer Tempel, ein griechisches Theater, in dem in den Sommermonaten Aufführungen und Musikkonzerte von Klassik bis Pop stattfinden.

Mozia

Die kleine Insel Mozia mit Ausgrabungen und Museum verfügt über eine der ältesten Siedlungen der Phönizier 8. Jahrhundert vor Christus. Das Museum und die Insel gehören zur Whitaker-Foundation (mit Eintritt). Auf der kleinen Insel Mozia befinden sich Überreste der einer der wichtigsten punisch-phönizischen Städte Siziliens. In dem archäologischen Museum Casa Whitaker kann man antike Bildhauerkunst, Vasen, Masken bis hin zu Grabsteinen bewundern.

Selinunte

Der Herakles Tempel ragt in den blauen Himmel hinein und dahinter liegt kreuz und quer, was von 2500 Jahren Geschichte übrig geblieben ist: hunderte mächtige Säulen, oft mit einem Durchmesser von drei Metern. Gegründet im 7. Jahrhundert vor Christus von Griechen, die sich hier wegen des fruchtbaren Bodens niederließen. Sie legten einen Hafen an und der Handel brachte ihnen Reichtum. In der Zeit zwischen 550 und 450 v. Chr. entstanden acht dorische Tempel. Die Karthager eroberten Selinunt 409 v. Chr. und zerstörten die Stadt 250 v. Chr., um sie nicht den Römern zu überlassen. Die letzten Spuren löschte ein Erdbeben im 6. Jahrhundert n. Chr. aus. Erst im 16. Jahrhundert wurde das antike Selinunt wieder entdeckt und im 19. Jahrhundert von Archäologen ausgegraben.

Segesta

Das archäologisch interessante Gebiet von Segesta liegt am Monte Barbaro rund 300 Meter über dem Meer. Das antike Segesta (Egesta) war eines der drei politischen und gesellschaftlichen Zentren der Elymer, einer der drei  eingeborenen Stämme der Insel und der Sage nach Flüchtlinge Trojas. Gegründet im 12. Jahrhundert v. Chr. eignete sich der von drei Seiten unzugänglicher Ort ideal, um sich vor Feinden zu verteidigen. Denn die Lage ermöglichte eine gute Kontrolle der   Hauptstraßen zwischen der Küste mit dem Handelshafen am Golf von Castellammare und dem Hinterland. Segesta entwickelte sich parallel zu Selinunte. Die Beziehung der beiden Städte war aber durch einen dauerhaften Konflikt bestimmt, der auch immer wieder zu  kriegerischen Auseinandersetzungen führte.

Heute zählen der dorische nicht fertiggestellte Tempel, um 430/420 v. Chr. auf einem Hügel etwas außerhalb der Stadt erbaut, und das im griechischen Stil errichtete Theater aus dem 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr. auf der Nordseite des Monte Barbaro,  zu den besonders gut erhaltenen Denkmälern, der Antike.

Vermutlich liegt dies auch an der isolierten Lage. So wurde nicht versucht den nicht geweihten Tempel als Steinbruch zu verwenden. Besonders ist zudem, dass der Tempel nie fertiggestellt wurde. Neben der fehlenden Cella und dem Dach wird das daran deutlich, dass alle Bauteile noch von einer starken Schutzschicht umgeben sind, die erst nach Fertigstellung abgeschlagen wird. Die 36 riesigen Säulen tragen einen großen Monolithen, welchem Zweck er diente, darüber  gibt es nur Vermutungen, da solche Tempel bei den Elymern unbekannt waren. Möglicherweise ist es ein Repräsentationsbau, um mit dem verfeindeten Selinunte gleich zu ziehen oder man wollte mit dem  monumentalen Tempelbau eine athenische Gesandtschaft von der Macht Segestas überzeugen und Athen so als Bündnispartner gegen Selinunte gewinnen. Was Besucher heute erleben können, stammt vermutlich aus der Zeit des Wiederaufbaus durch Agathokles. Bei Ausgrabungen hat man Reste aus verschiedenen Epochen gefunden (elymisch, hellenistisch, römisch, arabisch, normannisch und mittelalterlich).

Das  inzwischen restaurierte Theater, in dem im Sommer Theateraufführungen und Konzerte stattfinden, wurde  um 100 v. Chr. von den Römern umgebaut und nach oben erweitert. Die Sitzreihen des Theaters blieben erhalten, vom Bühnengebäude stehen nur noch die Grundmauern, von wo aus man einen tollen Blick auf Castellammare del Golfo hat.  

Das archäologische Gebiet von Segesta  ist das ganze Jahr über geöffnet: im Sommer von 9-18 Uhr und im Winter von 9-16 Uhr. Einlass bis eine Stunde vor Schließung. Eintritt: 6/erm. 2,50  Euro. Unter 18-Jährige und Senioren ab 65 Jahre zahlen keinen Eintritt. Infos unter Tel. 0924/952356.

Gibellina

Wenn man von Gibellina spricht, muss man zwischen Gibellina Vecchia und Gibellina Nuova unterscheiden. Denn das eigentliche Gibellina (Vecchia), die im 14. Jahrhundert gegründete Stadt, wurde 1968 bei einem schweren Erdbeben im Belice-Tal, das zur Provinz Trapani gehört, vollständig zerstört. Anstatt den Ort wieder aufzubauen, wurde ein Jahr später 18 Kilometer entfernt mit dem Aufbau des neuen auf dem Reißbrett entworfenen Gibellinas begonnen. Beide „Städte“ sind aber auf ihre Art sehenswert und gleichzeitig umstritten. Der Künstler Alberto Burri begrub einen Teil der alten Stadt mit einer dicken Schicht aus weißem Zement. Dabei ließ er über den alten Gassen, begehbare Einschnitte aus, die so das Straßensystem nachzeichnen und die Enge des mittelalterlichen Städtchens verdeutlichen. Das Kunstwerk ist vor allem wegen der in Zement geschütteten Tristesse umstritten. Dennoch ist es ein ungewöhnliches Erlebnis in der verlassenen Gegend, durch die Gänge zu wandeln. In dem Theater in der Nähe des Kunstwerkes finden regelmäßig Theaterfestspiele von Juni bis Oktober statt.

Gibellina Nuova ist ebenfalls auf ihre Art eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit. Denn die Stadt gilt als das größte Freilichtmuseum moderner Kunst in  Italien, wenn nicht sogar in Europa. Das zehn Jahre fertiggestellte Gibellina Nuova hat nichts von den gewachsenen oft chaotisch wirkenden Siedlungsstrukturen Siziliens. Gleichmäßige  Straßenzüge werden durch kleine Plätze und Grünflächen gegliedert. Am Wiederaufbau, währenddessen die Menschen in Provisorien lebten, waren bekannte Architekten, Bildhauer und Maler des ganzen Landes beteiligt. Auch zahlreiche internationale Künstler stifteten ihre Werke für die Plätze und Anlagen im Ort. Das Museum für Moderne Kunst zeigt Schenkungen von Künstlern wie Joseph Beuys, Rob Krier oder Oswald Mathias Unger.  Der ambitionierte Plan, eine moderne Stadt mit einem kulturell geprägten Leben zu erschaffen, scheiterte. Die Bewohner haben das Konzept des neuen Gibellinas nie richtig angenommen. Denn letztlich entstand ein Ort ohne Zentrum und somit ohne Seele. Teile der Stadt sind fast 50 Jahre nach dem Erdbeben verlassen und viele Bauten und Kunstwerke verfallen. Vor allem deshalb ist Gibellina Nuovo ein interessanter Kontrast zu den sizilianischen Denkmählern des Altertums, des Mittelalters und des Barocks.

Cave di Cusa

Die Cave di Cusa (Steinbrüche von Cusa) liegen ganz in der Nähe der Tempelanlage von Selinunte, etwa 3 Kilometer von Campobello di Mazara entfernt und dafür gibt es einen guten Grund. Aus diesem antiken Steinbruch stammt das Material zum Bau der Tempel. Hier ist die Zeit stehen geblieben und bietet den Besuchern Einblicke in die antike Technologie. Als 409 vor Christus der Angriff der Karthager drohte, flohen die dort arbeitenden Sklaven und ließen alles so zurück. Seit dem Tag hat sich dort kaum etwas verändert. Einige der Säulenabschnitte liegen im Gras andere sind erst halb aus dem Stein rausgearbeitet. Somit lassen sich auch die Arbeitsschritte nachvollziehen. Um die Besonderheit des Ortes noch besser verstehen zu können, sollte man, bevor man die Cave di Cusa erreicht, einen Stopp im Baglio Florio einlegen – etwa 300 Meter links vor dem Eingang zu den Steinbrüchen. Dort wird anhand von Bildmaterial genau erklärt, wie die Säulen aus dem Stein heraus gearbeitet wurden.

Der Eintritt kostet 2 Euro sofern man nicht schon ein Ticket für Selinunte gelöst hat, dann ist es gratis. Die Cave di Cusa sind täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung geöffnet. Eine Bar gibt es nicht. Der Ort eignet sich auch wunderbar für ein Picknick, das man sich aber mitbringen muss.

· FREIZEIT

Freizeitaktivitäten in Trapani

Verlockungen das ganze Jahr

Traumhafte Strände wie der in San Vito Lo Capo sind nicht das einzige Markenzeichen der Provinz Trapani. Die Freizeitmöglichkeiten sind unendlich und machen diese Region Siziliens zu einem attraktiven Urlaubsziel. Wanderer genießen die traumhafte Kulisse im Naturschutzgebiet Riserva dello Zingaro oder am Monte Cofano. Die Felswände bei San Vito Lo Capo entwickeln sich mehr und mehr zum Hotspot für Kletterer. In Erice fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Die heißen Thermalquellen bei Castellammare del Golfo laden zum Relaxen ein. Mountainbiker können sich im hügeligen Hinterland austoben. Bei den zahlreichen Dorf- und Erntefeste kommt man Sizilien kulinarisch näher. Und auch international mischt die Region mit: Ob das Couscous-Festival im September, das Drachenfest im Mai, das Climbing-Festival im Oktober - in der sizilianischen Provinz Trapani ist das ganze Jahr über Saison.

Landschaft mit Tradition

Die Salinen an der Westküste

Museo del Sale

Zwischen Trapani und Marsala erstreckt sich die einzigartige Landschaft aus Salinen mit rund 200 markanten Salzmühlen. Das kleine Salzmuseum (museo del sale) in Nubia in der Gemeinde Paceco liegt mitten in diesem unter Naturschutz stehenden Gebiet. Es zeigt die Geschichte des einstigen weißen Goldes von vor etwa 3000 Jahren bis heute auf. Schon der Weg vorbei an den wie aufgeschüttete Schneehügel wirkenden Salzbergen lohnt sich. In dem 300 Jahre alten Gebäude mit Restaurant werden die einzelnen Phasen der Salzgewinnung mit den zugehörigen Gerätschaften erklärt: Mühlengetriebe, Mühlräder, Spundbohlen, Zahnräder, Drehdorne, Antriebsräder. Schautafeln und Fotos bringen den Besucher die Welt der Salzgärten näher. Die Öffnungszeiten ändern sich nach Saison. Der Eintrittspreis liegt derzeit bei 2,50 Euro.

Nähere Infos gibt es auf der Internetseite unter www.museodelsale.it

Wer noch mehr über die Salzgewinnung und die besondere Landschaft erfahren möchte: HIER entlang

Traumhafte Aussichten

Seilbahn zwischen Trapani und Erice

Seilbahn zwischen Trapani und Erice

Die über 3000 Meter zurücklegende Seilbahn verbindet die Hafenstadt Trapani mit der mittelalterlichen Kleinstadt Erice auf dem 751 Meter hohen Monte Erice ist eine aussichtsreiche Alternative zum Schlängelkurs mit dem Auto. Mit einer Geschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde schwebt man in einer Acht-Personen-Gondel den Berg hoch oder runter und genießt dabei einen traumhaften Blick über Trapani, die Salinen und die Ägadischen Inseln. Besonders spektakulär ist die Fahrt bei Sonnenuntergang. Die einfache Tour kostet 3,80 Euro (hin und zurück 6,50 Euro). Öffnungszeiten: montags 10-20 Uhr, dienstags bis freitags 8.40-20 Uhr, sonnabens 10-24 Uhr sowie sonntag von 10-20 Uhr. Vom 7. Januar bis 10.März ist die Seilbahn wegen Warungsarbeiten geschlossen. Die Angaben sind ohne Gewähr.

Weitere Infos im Internet unter www.funiviaerice.it

Immer dem Blau nach

Über Calampiso zum Zingaro

Sicherlich, wer in der Provinz Trapani Urlaub macht, muss auch einmal in San Vito lo Capo oder vielmehr an dessen Strand gewesen sein.  Karibisches Flair und  türkisfarbenes Wasser werden gern zur Beschreibung dieses  Strandes herangezogen und es stimmt auch. Nur im August zieht das natürlich alle an und es wird voll im Paradies. Der Ort selbst ist eher ein typischer Touristenort, für alle die ausschließlich auf einen Strandurlaub aus sind. Dennoch lohnt ein Ausflug in die Richtung. Denn hinter San Vito lo Capo führt die Strada Provinciale (SP63), die Provinzstraße, weiter nach Calampiso und dem nördlichen Eingang des Naturschutzgebietes Riserva dello Zingaro.  Die Tour ist gut mit einem Abstecher an den Strand zu verbinden. Anschließend macht man sich einfach mit dem Auto oder dem Rad auf und genießt immer wieder neue blaue Aussichten entlang der Serpentinenstraße. Kurz vor der Tonnara del secco, einer alten Tunfischfanganlage, kann man einen Abstecher zu einem der alten Wehrtürme machen, die überall entlang der sizilianischen Küste zu finden sind und einst dazu dienten Feinde rechtzeitig zu sichten und die Gefahr von Turm zu Turm zu melden. Bei diesem kurzen Zwischenstopp kann man einfach die Ruhe abseits der Massen genießen und den Blick auf die trapanesische Küste  und über das tiefblaue Meer schweifen lassen. Wer weiter fährt, wird mit einmaligen Ausblicken belohnt. In Calampiso kann man im Villaggio ebenfalls einen Stopp einlegen und einen Espresso trinken. Beim Eingang vom Naturschutzgebiet ist dann allerdings Schluss. Hier muss das Auto stehen bleiben. Wer will, kann noch eine Wanderung im Riserva dello Zingaro anschließen. Der Eintritt kostet inzwischen 5 Euro.  Man sollte auch ausreichend Wasser und Verpflegung mitnehmen, denn im Zingaro gibt es keinen Bars oder ähnliches, sondern „nur“ eine  traumhafte Bucht nach der anderen, die dank des Fußmarsches nicht so überfüllt sind.   

Höhle mit Innenleben

Die Grotte Mangiapane

Dort, wo auch Andrea Camilleris Commissario Montalbano ermittelte, haben Menschen seit der Altsteinzeit gewohnt. In der etwa 70 Meter hohen und 50 Meter tiefen Grotte Mangiapane hat Anfang des 19. Jahrhunderts die Familie Mangiapane fünf kleine zweistöckige Häuser gebaut, ein Lager und zwei Ställe. Außerhalb entstanden einige Häuser, und eine kleinere Grotte wurde für die Aufbewahrung der Herde genutzt. Die Familie wohnte bis 1950 dort. Inzwischen befindet sich dort ein Museum, und während der Weihnachtszeit steht dort nicht nur die heilige Familie im Mittelpunkt. Ein ganzes Dorf mit Häusern, Ställen und Geschäften mit alten, typisch sizilianischen Handwerksberufen wie dem Hockermacher wird zum Leben erweckt und nachgestellt. Außerdem steht das sizilianische Puppenspiel auf dem Programm. Jedes Jahr seit 1981 wird das besondere Krippenspiel in der außergewöhnlichen Grotte Mangiapane arrangiert. In der Regel beginnen die Feierlichkeiten ein paar Tage vor Weihnachten und dauern bis zum Dreikönigstag. Auf der eigenen Internetseite des Krippenspiels kann man Tickets für etwa 5 Euro reservieren, um das Schlangestehen zu vermeiden. Infos unter  www.presepeviventedicustonaci.it

Abgesehen von der lebenden Krippe, die hier jedes Jahr um die Weihnachtszeit herum zu sehen ist, ist die Grotte unbedingt einen Abstecher Wert. Denn hier kann man den für den Commissario Montabano gedreten Szenen nachspüren. Mit etwas Glück bekommt man von einem kleinen, netten älterem Herrn alles gezeigt und erklärt - italienischkenntnisse vorausgesetzt. 

Wandern am Meer

Am Fuße des Monte Cofano

Die rund zweieinhalbstündige Tour am Fuße des Monte Cofano führt immer am Meer entlang, sofern man den einfachen Weg wählt und nicht auf den Berg hinauf will. Diese Tour ist auch perfekt für Anfänger geeignet. Allerdings muss man sich am Ende entweder abholen lassen, den gleichen Weg zurück oder oberhalb des Berges gehen. Dann dauert es natürlich mindestens doppelt so lange. Das schöne an der Wanderung ist, man verliert das Meer nie aus den Augen. Ganz im Gegenteil es ist zum Greifen nahe und die Landschaft vielfältig. Am Anfang steht einer der alten Wachtürme, in dem ein Museum untergebracht ist und wo alle Wachtürme der Region gezeigt werden. Manchmal begegnen einem bei der Wanderung auch ein paar Kühe.

Abstieg in die Unterwelt

Die Grotten vom Monte Inici

Nicht nur über der Erde auch in seinem Inneren beherbergt  Sizilien Jahrtausende alte Geschichte. Der Club Alpino Italiano (CAI) der Sektion in Castellammare del Golfo  organisiert geführte Ausflüge zu zwei der 22 erforschten und untersuchten Höhlen vom Monte Inici.  Nur ein paar Kilometer vom Ort  entfernt am Osthang des karstigen Monte Inici befinden sich zwei Eingänge zur Grotte Abisso dei Cocci, die mit etwa 305 Metern zu den tiefsten Grotten Siziliens zählt.
Der Berg ist mit 1064 Metern über dem Meer der zweithöchste Gipfel des Bergmassivs von Castellammare del Golfo. Das stetige Wirken der Kombination aus schwefelhaltigem Wasser und Regenwasser hat im Laufe von Jahrtausenden eine Vielzahl von Höhlen geschaffen. Die bekanntesten sind die Grotte dell’Eremita, auch Pferdegrotte genannt, und die Gotte Abisso dei Cocci. Beide zählen zu den größten auf Sizilien und verfügen über zahlreiche horizontale Tunnel auf verschiedenen Ebenen, die miteinander durch Brunnen und Rutschen miteinander verbunden sind. In fast allen Grotten vom Monte Inici hat man archäologisch bedeutsame Funde gemacht, die belegen, dass sie schon zur prähistorischen Zeit bis ins späte Mittelalter von Menschen bewohnt waren. Zusätzliche Aufmerksamkeit verdient die unterirdische Welt aber auch wegen ihrer Morphologie, den Säulen, den Stalagmiten und Stalaktiten und dem Farbespiel von weiß zu rosa von braungelb zu rostrot. Auf 2000 Metern eröffnet sich dem Besucher eine andere Welt aus kleinen Seen, Gängen, großen Räumen, Fabenpracht und unzähligen Formen, die einen immer wieder in Erstaunen versetzen.  

Der CAI bietet auch außerhalb seiner festen Tour-Programme auf Anfrage Ausflüge zur Grotte an.

Abisso dei Cocci: 19. Mai, 16. Juni , 7. Juli, 16. August, 8. September, 13. Oktober, 22. Dezember
Grotta del Cavallo: 21. April, 10. November
Beide Grotten: 4. August

Info: CAI der Sektion in Castellammare del Golfo , Viale Umberto 1, Castellammare del Golfo (TP). Geöffnet: Donnerstag von 18 bis 20 Uhr und Sonnabend von 18 bis 20 Uhr. Internet: www.caidelgolfo.it

Eine Wandertour in Türkis

La Riserva dello Zingaro

La Riserva dello Zingaro wurde 1981 zu Siziliens erstem Naturschutzgebiet erklärt. Es verdankt seine Existenz erheblichen Bürgerprotesten, gegen eine Autostraße von Castellammare bis nach San Vito Lo Capo. Daraufhin lenkte die Regierung ein.

Wanderern bietet es mit 1600 Hektar und einem 7 Kilometer langen Küstenstreifen aus im Mesozoikum entstandenen Kalkfelsen immer wieder traumhafte Ausblicke auf das türkisfarbene Meer und viele kleine Buchten, die zum Badestopp einladen. Deshalb gehören Badesachen wie auch Wasser und Proviant – es gibt keine Einkehrmöglichkeit – in den Rucksack. Manche Wege führen sogar fast bis zur höchsten Erhebung von 914 Metern hinauf. Außerdem kann man bei der Wanderung seltene Tiere und Pflanzen beobachten, aber auch vieles über die Natur lernen: im Naturschutzgebiet befinden sich auch drei Museen zu den Themen Natur, Meereskunde und traditioneller Landwirtschaft. Mehrere Pfade unterschiedlicher Länge führen vorbei an unberührter mediterraner Flora, geprägt von Oliven- und Johannisbäumen sowie Zwergpalmen, und Fauna. Das Reservat mit Felsformationen, der Buschlandschaft und den Niederwaldzonen ist zum Beispiel die Heimat des stolzen Adlers del Bonelli, des Wanderfalken, des Bussards, des kleinen kastanienfarbigen Turmfalkens oder der Schleiereule. Über 40 Vogelarten sind hier sesshaft: die Möwen, die blaue Kohlmeise, der Wiedehopf, der Zaunkönigs, der Goldhammer und die Flussnachtigall. Hasen, Wiesel, Igel, Füchse und Stacheschweine sind hier ebenso zu Hause wie die Zornnatter, die elegante Äskulapnatter, die Ringelnatter (alle Nattern sind ungiftig) und die scheue Viper. Besonders sehenswert ist auch die Uzzo-Grotte, eine vertikal geöffnete Magma-Blase von rund 20 Metern Höhe, welche bereits seit Urzeiten als Unterschlupf und Stallung der Ziegenhirten genutzt wird. Das Naturschutzgebiet ist von zwei Seiten zu erreichen: Man kann das Gebiet entweder von Scopello oder von San Vito Lo Capo aus betreten. Es gibt verschieden Schutzhütten, wo man nach Absprache mit der Direktion zwischen Oktober und Mai übernachten kann. Ein Ausflug vom Meer aus ist besonders reizvoll. In  gebührende m Abstand zum Land kann man ankern und im kristallklaren Wasser schwimmen, schnorcheln oder tauchen.

Das Reservat ist in der Regel von 7 bis 19.30 Uhr (Einbruch der Dämmerung) geöffnet. Der Eintritt kostet zwischen 2 und 3 Euro.

Mit heißen Wassern gewaschen

Thermalbäder in der Provinz Trapani

Der Ätna hat auch seine positiven Seiten. Denn er hat Sizilien viele Thermalquellen beschert. Schon in der Antike wussten die Menschen die heilende Wirkung des Thermalwassers bei gesundheitlichen Problemen zu schätzen. Aber nicht nur bei Beschwerden, sondern auch einfach nur zur Entspannung verspricht ein Bad in den mit Thermalwasser gefüllte Pools der vielen Anlagen auf Sizilien Erholung pur. Zu jeder Jahreszeit lässt sich somit ein Kultururlaub mit ein wenig Wellness verbinden.

Terme Segestane
Die Terme Segestane liegen wunderschön eingebettet in der Landschaft des Fiume Caldo an einem Felsen ganz in der Nähe von Castellammare del Golfo, des antiken Hafens Segestas. Von der Straße nach Castellammare zweigt hinter der Brücke über den Fluss eine Straße zu den Terme Segestane ab. Das Wasser hat etwa 44 Grad. Die Anlage verfügt über ein Freiluftbecken, wo man nach Sonnenuntergang vom warmen Wasser umspült in den Sternenhimmel gucken kann. Außerdem gibt es ein zweites kleines Becken, eine Art Jacuzzi. Umgeben sind die Becken von Arkaden, wo auch die Umkleidekabinen untergebracht sind. Das heiße Schwefelwasser ist gut bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte, aber auch bei Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates Gelenkerkrankungen, Rheuma oder  Arthritis sowie fürs allgemeine Wohlbefinden. Die Anlage verfügt über eine natürliche Grotte, die schon die alten Römer als Sauna genutzt haben.

Öffnungszeiten: Die Schwimmbecken sind das ganze Jahr über bis auf 20. Dezember bis 8. Januar  geöffnet. Donnerstag ist Ruhetag und Montag nur von 16.30 bis 24 Uhr. Den Rest der Woche ist vormittags von 10 bis 13 Uhr und nachmittags von 16.30 bis 24 Uhr geöffnet. Das kleine Kurhaus steht für Kuranwendungen ist nur von Juni bis Oktober in Funktion.

Eintritt ins Schwimmbad 9 Euro. Badekappen sind Vorschrift. Adresse: Localitá Ponte Bagni, Castellammare del Golfo (TP). Infos unter Tel. 0924/530057 oder www.termesegestane.com

Thermalpool

Terme di Gorga
Das Wasser der Terme di Gorga entspringt der Quelle mit einer Temperatur von 52 Grad und ist akalin- sowie schwefelhaltig. Neben diversen Wellness-Angeboten kann man in der Terme di Gorga auch kuren. Aerosol, therapeutische Bäder, Nasendusche, Fangotherapie, Grotte, Humage, Warm-Feucht-Inhalation, Insufflation, Dampfbäder.  Das Kurzentrum befindet sich in ländlicher Umgebung nur wenige Kilometer vom der Tempelanlage und dem archäologischen Park von Segesta entfernt, am östlichen Ufer des Flusses Caldo. Im Erdgeschoss liegt der Thermalpool mit einem kleinen Kinderbecken und Rückendusche. Im Nebentrakt befinden sich die Kurräume und im den oberen Etagen Hotelzimmer. Die Terme di Gorga ist noch keine Schikimiki-Anlage so wie sie vielfach im Norden Italiens zu finden sind, sondern hat durch die Schlichtheit einen besonderen Charme. Das Badevergnügen ist Open-Air. . Das tolle sind vor allem die Öffnungszeiten. In der Terme di Gorga kann man das ganze Jahr über von 8 bis 24 Uhr baden.  Zudem ist sie gut bei bei Hauterkrankungen, motorischen Beschwerden und Atemproblemen. Man erreicht die Anlage mit dem Auto über die  A29 Palermo-Mazara del Vallo, Ausfahrt Alcamo Ovest und folgt dann den Hinweisschildern.

Infos unter Tel. 0039/0924/23842 oder www.termegorga.com

Bunte Himmelsstürmer

Festival Internazionale degli Aquiloni

Ein weiteres Fest am Strand unter blauem Himmel und in einer karibisch anmutenden Bucht ist das internationale Drachenfest, Festival Internazionale degli Aquiloni, in San Vito Lo Capo. Bereits zum fünften Mal bevölkern bunte, fantasievolle Drachen Ende Mai den weißen Sandstrand. Natürlich gibt es wieder ein umfangreiches Rahmenprogram mit Musik und Nachtflügen. Infos unter www.festivalaquiloni.info

Künstler auf dem Wasser

Marsala Kitesurf World Championships

Die besten Kitesurfer der Welt sind vom 25.Juni bis 30 Juni beim PKRA Freestyle Kite World Cup nach Marsala in den Nordwesten Siziliens zu Gast - einziger italienische Stop der Tour. Traumhafte Kulisse für einen großen Event. Mehr Infos unterwww.prokitetour.com

· AUSGESUCHTE ORTE

Trapani

Zwischen den Meeren

Stadt zwischen zwei Meeren wird die auf einer Landzunge am Fuße des Monte Erice gelegen Stadt Trapani im Nordwesten Sizilien auch genannt. Denn hier verläuft die Grenze von tyrrhenischem Meer und Mittelmeer (Straße von Sizilien). Mit etwas weniger als 70.000 Einwohnern ist sie die siebtgrößte Stadt Siziliens und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Das sichelförmige Felsenriff im Meer südwestlich der Altstadt gab dem Ort in der Antike den Namen Drepanon, die griechische Bezeichnung für Mondsichel. Damals wie heute nimmt die Stadt eine besondere Bedeutung ein. Zur Zeit des griechischen Imperiums diente sie als Hafen der elymisch-punischen Tempelfestung Erices. Seehandel, Salzproduktion, Thunfischfang und Korallenverarbeitung bestimmten den Ort vom Mittelalter bis zum zweiten Weltkrieg, in dem die Stadt schwer bombardiert und das älteste Stadtviertel San Pietro und das Theater Teatro Garibaldi zerstört wurden. Der Wiederaufbau gestaltete sich auch aufgrund der von den Alliierten, vor allem den USA, als Unterstützung genutzten mafiösen Strukturen, schwierig. Bis zur Jahrtausendwende war Trapani eher weniger reizvoll. Inzwischen aber hat sich das Blatt gewendet. Durch die Austragung der Regatten des America’s Cup 2005 und der zivilen Nutzung des Flughafens Birgi wurde das historische Stadtzentrums restauriert und der Hafen ausgebaut. Trapani zählt seitdem wieder zu den wichtigsten Hafenstädte Siziliens. Von hier starten Fährschiffe zu den Ägadischen Inseln (Levanzo, Favignana, Marettimo), nach Pantelleria und nach Tunis. Auch Kreuzfahrer sind häufig zu Gast. Zum Baden allerdings eignet sich Trapani weniger, obwohl es in der Stadt einige Strände gibt. Die schöneren liegen aber außerhalb Richtung  Castellammare del Golfo oder Richtung Mazzara del Vallo.

Dafür bietet sich Trapani für einen Bummeln in der Fußgängerzone der reizvollen Altstadt an - zum Beispiel durch den barocken Corso Vittorio Emanuele. Viele kleine Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Sehenswert ist auch der Mercato del Pesce, der ehemaligen Fischmarkt von Trapani. Seit der Restaurierung 1998 wird er für kulturellen Veranstaltungen genutzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind: die Festung Castello della Colombaia, das Wahrzeichen der Stadt an der Mura di Tramontana; der Piazza Garibaldi mit dem gleichnamigen Denkmal; die barocke Kathedrale San Lorenzo (17. Jahrhundert); das jüdische Viertel; der Stadtpark, die Villa Margherita; das Pepoli-Museum mit den kostbaren Korallenarbeiten; die Basilica della Santissima Annunziata mit der Madonna von Trapani; die Chiesa delle Anime del Purgatorio, wo die Karfreitags-Mysterienprozession startet, die zu den längsten in ganz Italien zählt.

Die Fährverbindungen von Trapani aus finden Sie unter: www.traghettidelleisole.it; www.usticalines.it; www.siremar.it

Mazara del Vallo

Ein Hauch Orient

Ein Hauch Orient umgibt Mazara del Vallo, an der Mündung des Flusses Mazaro gelegen. Die Hafenstadt im Südwesten Siziliens gilt als die arabischste. Die islamischen Einflüsse und die  jahrhundertelange arabische Herrschaft,  der etwas über 50.000 Einwohner großen Stadt, werden vor allem in der exotischen verwinkelten Kasbah sichtbar. Aber nicht nur die rosafarbenen Kuppeln und die alten Minarette machen den Charme Mazaras aus. Da sind unter anderem noch die prächtigen Barockbauten, wie der Bischofspalast und die Kathedrale Santissimo Salvatore, mitten im Herzen der Stadt um die Piazza della Republica herum. Auch der Hafen mit der größten Fischkutterflotte Italiens ist beeindruckend. Er bildet den wirtschaftlichen Mittelpunkt. Denn Fischfang und deren Weiterverarbeitung sind ein wichtiger Wirtschaftszweig. Danach bietet sich ein Spaziergang auf dem Corso Mazzini an, der direkt am Meer entlang führt. Auf dieser Promenade wandelt man im Schatten von Magnolien und Palmen, vorbei am Park und zahlreichen Lokalen. Der Spaziergang endet an der Piazza Mokarta und dem einzigen Überbleibsel einer alten normannischen Burg.

Wie viele Westsizilianische Städte geht auch Mazara del Vallo auf die Phönizier zurück. Etwa 500 Jahre v. Chr. von ihnen gegründet, verfiel die Stadt nach ungefähr 1000 Jahren und wurde ab 800 n. Chr. unter arabischer Herrschaft wieder aufgebaut.

Außerdem sehenswert sind: das Museo del Satiro, mit der aus dem Meer gefischten 2 Meter hohen Bronzeskulptur aus dem  4. Jahrhundert v. Chr., dem Tanzenden Satyr; die Kirche San Nicoló Regale; der Normannische Bogen und das Jesuitenkolleg. 

Erice

Abstecher ins Mittelalter

Hoch oben in 751 Metern Höhe tront der Ort Erice auf dem gleichnamigen Berg (Monte Erice) und gewährt einen traumhaften Rundumblick. Die Stadt Trapani liegt einem zu Füßen und aus dem Meer ragen die Ägadischen Inseln empor. Hinauf in den etwa 215 Einwohner zählender Ort geht es entweder mit der Seilbahn von Trapani im Stadtteil Casa Santa-Erice aus oder man schlängelt sich mit dem Auto über die Serpentinen. Die Auffahrt ist sowohl von Valderice als auch von Trapani aus möglich. Für welche Variante man sich auch entscheidet, schwindelfrei sollte man allerdings sein. Die Mühe wird mit immer neuen grandiosen Aussichten auf die Küste und das Landesinnere belohnt. Der traumhafte Rundblick ist aber längst nicht alles, was Erice zu beiten hat. Denn in Erice auf dem Eryx-Berg scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Besucher fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt. Wegen der Höhe ist es hier oben allerdings immer sehr viel kühler als im Tal und man sollte sich entsprechend kleiden. Erice ist vor allem auch bei Physikern bekannt. Denn es dient als Tagungsort für Sommerkurse in Theoretischer Physik, die seit 1963 im Centro Ettore Majorana abgehalten werden.

Der Umriss des Ortes ist wie ein Dreieck gebaut. Es wird vermutet, dass dies mit dem Kult der Aphrodite in der Antike zusammenhängt, bei dem das Dreieck ein wichtiges Symbol war. Die Stadtmauer mit den Türmen Porta di Trapani,Porta del Varmine und Porta Spada aus normannischer Zeitbegrenzt heute noch die Stadt.

Die einstige Bedeutung Erices spürt man an jeder Straßenecke. Der alten römischen Sage, der Aeneis zufolge, soll die Stadt von den nach dem berühmten Krieg aus Troja geflüchteten Trojanern gegründet worden sein. In der Antike zählte die Stadt Eryx mit Segesta und Entella zu den drei größten Städte der Elymer. Durch ihren festungssartigen Anlage, diente Erice den punischen Streitkräften im 1. Punischen Krieg als wichtiger Stützpunkt. Deshalb konnte die Stadt später auch dem Einfall der Vandalen zur Zeit der Völkerwanderung trotzen. Die Neubesiedelung durch die Normannen im 12. Jahrhundert spiegelt sich bis heute im Stadtbild wieder.

Besonders sehenswert sind der Venustempel, der Dom und das Schloss des Grafen Pepoli. Aber im Grunde ist Erice selbst eine einzige Sehenswürdigkeit.

Mehr Eindrücke von Erice auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=FpB2IgWoUJo

Castellammare del Golfo

Abseits der Touristenpfade

Der Hafen bei Nacht

Castellammare del Golfo zwischen Palermo und Trapani liegt direkt am Meer. Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten und seiner privilegierten Lage ist der Ort nicht nur der ideale Standort für den Urlaub, sondern auch zum Überwintern oder gar als Alters- oder Zweitwohnsitz. Das rund 15.000 Einwohner zählende Städtchen im Nordwesten Siziliens ist das Tor zwischen Land und Meer. Castellammare liegt im Mittelpunkt eines traumhaften Golfes und am Fuße einer sanft zum Meer hin abfallenden Anhöhe. Einst wichtiger Handelsplatz des antiken Segestas, hat sich Castellammare del Golfo zu einem zauberhaften Hafenstädtchen entwickelt, wo morgens an der Mole die Fischer ihren Fang verkaufen. Das arabisch normannische Kastell, Symbol der Stadt, befindet sich auf einer ins Meer hineinragenden Landzunge. Ob Sonnenanbeter, Strandliebhaber, Taucher, Wanderer, Kulturliebhaber oder Erholungsuchender - das romantische Städtchen hat zu jeder Jahreszeit seine Reize.

Die Winter sind mild, die Sommer heiß. Im Osten lockt der goldene feine Sandstrand und im Westen die felsige Küste mit ihren kleinen Buchten. Von April bis November kann man dort im türkisblauen klaren Thyrrenischen Meer schwimmen oder mit einem gemieteten Boot die Küste vom Wasser aus entdecken - zum Beispiel die Riserva dello Zingaro, Siziliens erstes Naturschutzgebiet. In den vielen kleinen Buchten kann man mit gebührendem Abstand zum Land ankern und im kristallklaren Wasser schwimmen, schnorcheln oder tauchen.
Das Naturschutzgebiet ist aber vor allem für Wanderer ein Paradies. Mehrere Pfade unterschiedlicher Länge führen vorbei an unberührter Flora und Fauna. Überhaupt sind gerade die Wintermonate ideal, um die Gegend rund um den Golf wandernd zu erobern. Entspannung findet der Urlauber auch in einer der beiden Thermen unweit von Castellammare. Nach einem Bad in der fast 40 Grad warmen Terme di Gorga oder Terme Segestane fühlt man sich wie neu geboren. Das schwefelhaltige Wasser ist gut gegen verschiedenste Leiden wie Rheuma, oder Hautkrankheiten wie Akne und Neurodermitis.

Der Flughafen Birgi (Trapani) liegt 30, der Flughafen Punta Raisi (Palermo) ist 25 Autominuten entfernt.

Alcamo

Geschäftige Stadt auf dem Hochplateau

Nur wenige Touristen verirren sich in das auf einer Hochebene gelegene Alcamo oberhalb des Fischerortes Castellammare del Golfo und unterhalb vom Monte Bonifato. Dabei kommt aus der rund 45.000 Einwohner große Stadt nicht nur der berühmte Bianco d’Alcamo, sondern es gibt dort auch  einige im sizilianischen Barock-Stil errichtete Kirchen, in denen wertvolle Skulpturen, Gemälde, Stucke und Fresken aufbewahrt werden. Die Stadt entwickelte sich mit dem Bau des Schlosses 1340 von der Familie Ventimiglia. Davor gab es dort nur eine Station arabischen Ursprungs mit dem Namen Manzil Alqameh, woraus der heutige Name abgeleitet wurde. Mittwochs ist hier bis mittags immer Markt, der um ein vielfaches größer ist als der in Castellammare. Auch geht es hier geschäftiger zu und wer Lust auf eine Shopping-Tour hat, findet in der Hauptstraße, dem Corso VI Aprile, zahlreiche Geschäfte. Sehenswert ist das Schloss der Conti di Modica auf dem Piazza Castello im Zentrum von Alcamo, die Basilica di Maria SS. Assunta, der Monte Bonifato mit einem Wald, der in der Antike bewohnt war und heute ein Naturreservat ist, in dem man wunderbar wandern kann und auf Überreste aus der arabischen Zeit stößt. 

Buseto Palizzolo:

Ideal für einen Erholungsurlaub

Buseto Palizzolo liegt im Nordwesten Siziliens mitten in einer sehr reizvollen Landschaft mit ausgedehnten Waldgebieten wie dem Bosco di Scorace, Schon in byzantinischer Zeit sollen Menschen in Buseto Palizzolo gesiedelt haben. Im Mittelalter wohnten Araber in dem Ort, die ebenfalls ihre Spuren hinterlassen haben. Der Name des Ortes stammt aus dem arabischen von „Butish“ (Erde) und von der Familie Palizzolo, der der Ort in der Vergangenheit gehörte. Die Einwohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Wer hier Urlaub macht, sollte es nicht versäumen, die Spezialität des Ortes zu kosten: eine gelbe Melone mit einem herrlichen Aroma.
Buseto Palizzolo ist ideal für einen entspannten Erholungsurlaub und der ideale Ausgangspunkt zum Wandern und Fahrrad fahren. Besonders im Frühling und im Herbst können die Urlauber hier herrliche Spaziergänge unternehmen und auch mit dem Rad kann die wunderschöne Gegend erkundet werden. Beginnen Sie direkt in Buseto-Palizzolo mit dem lokalhistorischen Museum und erfahren mehr über die Geschichte des Ortes. Die fünf Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten laden zur Erkundung ein.
Das Meer liegt 12 Kilometer entfernt. Der nächste größere Sandstrand ist bei Castelluzzo (etwa 19 Kilometer). Zwei der schönsten Strände Siziliens San Vito Lo Capo und Castellammare del Golfo sind in 20 Autominuten zu erreichen.
Trotz der Ruhe in dem idyllischen Tal lassen sich von hier aus auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten gut erreichen. Der Bosco di Scorace, der für diesen Teil Siziliens typische Wald, liegt gleich um die Ecke und im Schatten der Bäume lässt es sich ausgiebig picknicken. In der Nähe befindet sich ein besonders uriger Landgasthof "Il Contadino", wo man die ursprüngliche, aber köstliche sizilianische Küche erleben kann. Das Kastell von Calatafimi, die Tempelanlage von Segesta mit dem griechischen Theater, wo während der Saison regelmäßig Aufführungen stattfinden oder die schwefelhaltige Terme di Gorga oder Terme Segestane und das Naturreservat Riserva naturale dello Zingaro sind weitere Ausflugsziele.

Wer Lust auf Großstadtflair hat, kann in das 23 Kilometer entfernte Trapani fahren und durch die restaurierte Altstadt bummeln oder das Flair am Hafen genießen. Von Trapani bis Marsala erstrecken sich die Salinen, die seit Jahrhunderten zur Salzgewinnung genutzt werden. Vor allem die Mühle ist ein beliebtes Fotomotiv. Einen Abstecher können Sie auf dem Rückweg in die kleine Stadt Erice machen, in der heute noch etwa 300 Einwohner leben. Die Lage auf dem Hügel bietet herrliche Ausblicke, doch Hauptattraktion sind die vielen historischen Häuser.

Einen Eindruck von der Region gibt das Video bei Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=7Xgeww6Vs_U&feature=youtu.be

Auch die Inselhauptstadt Palermo lockt mit ihrem Normannenpalast, der Kathedrale oder dem Teatro Massimo.

Der Flughafen Birgi (Trapani) liegt 25, der Flughafen Punta Raisi (Palermo) ist 40 Autominuten entfernt.